Vor 1958: Familie Dräxlmaier

Von Lederhosen
und Schuhen

Die Geschichte der Familie Dräxlmaier beginnt deutlich vor der Gründung der DRÄXLMAIER Group. Der Großvater des späteren Firmengründers Fritz Dräxlmaier sen., Michael Dräxlmaier, eröffnete 1875 am Ufer der kleinen Vils in Geisenhausen seine eigene Leder- und Schuhfabrik.

Das Unternehmen verfügt über einen der ersten zehn Telefonanschlüsse in der Region. Das zeigt nicht nur die Offenheit für Neues, sondern auch die Bedeutung des Lederhandwerks – dem damals drittgrößten Gewerbezweig.

Das Einrichten einer Kontoverbindung ermöglicht den Transfer von Geld. Mit der Kontonummer 579 bei der Postbank in München ist das Unternehmen unter den ersten, die überhaupt eine Möglichkeit anbieten, bargeldlos zu bezahlen.

Schnell wird aus der einstigen Gerberei eine Lederfabrik. Genau so, nämlich "Lederfabrik", lautet dann auch die Telegramm- adresse des Betriebs. Wenig später kommt eine eigene Näherei hinzu.

Michael Dräxlmaier, sein Bruder Peter und sein Sohn Sebastian sind Unternehmer mit Weitsicht und Einfallsreichtum. Sie schaffen große Maschinen an und gewinnen die notwendige Energie durch ein eigenes Dampfkraftwerk.

Durch die Lederverarbeitung wird Geisenhausen zum industriellen Mittelpunkt des Bezirks Vilsbiburg. Lederwaren aus der kleinen Gemeinde haben in ganz Deutschland einen hervorragenden Ruf

Unter dem Markennamen "Gisenia" fertigt der Betrieb Ende der Zwanzigerjahre Arbeiterschuhwerk, Sportschuhwerk und Reiterstiefel. Die Dräxlmaiers sind unermüdlich und werben 1950 außerdem für Kniebundhosen der Marke "Edelweiß".

Auch Helme und Motorradkleidung werden produziert. Die Firma hat mehr als ein Dreivierteljahrhundert Erfahrung in der Fertigung und Verarbeitung von Leder, besitzt einen hervorragenden Ruf und steht doch erst am Anfang.

Wie alles begann

Von Goggos und Gabeln