Erklärung zur Bekämpfung moderner Sklaverei

Verpflichtung zu Ethik und Integrität 
DRÄXLMAIER verpflichtet sich auf globaler Ebene zur Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften hinsichtlich fairer Arbeitsbedingungen und der Bekämpfung von Menschenhandel, Ausbeutung von Arbeitskräften und moderner Sklaverei. Zudem legt das Unternehmen die Maßnahmen zu fairen Arbeitsbedingungen in der Produktion innerhalb der Lieferkette offen.

Der UK Modern Slavery Act verlangt von im Vereinigten Königreich geschäftlich tätigen Unternehmen, die jährliche Abgabe einer Erklärung zur Bekämpfung der modernen Sklaverei und des Menschenhandels. Die vorliegende Erklärung erläutert die Aktivitäten der DRÄXLMAIER Group zur Vermeidung der Ausbeutung von Mitarbeitern, sowie zur Bekämpfung der modernen Sklaverei und des Menschenhandels. Dies gilt sowohl in den eigenen Gesellschaften, als auch innerhalb der Lieferkette.

Das Unternehmen
Die DRÄXLMAIER Group ist ein internationaler Automobilzulieferer mit mehr als 60 Standorten in über 20 Ländern. Weltoffenheit und Toleranz gegenüber allen Menschen, Kulturen und Religionen sind daher selbstverständlich. Der Erfolg des 1951 in Deutschland gegründeten Unternehmens beruht auf der Kompetenz und dem Engagement von weltweit rund 70.000 Mitarbeitern. 2018 verzeichnet DRÄXLMAIER einen Umsatz von 4,6 Milliarden Euro. Für die DRÄXLMAIER Group als inhabergeführtes Unternehmen ist verantwortungsvolles und langfristiges Denken seit jeher Basis für wirtschaftlichen Erfolg. Fester Bestandteil der Strategie ist es deshalb, die Geschäfts- und Produktionsprozesse sowie die Produkte nachhaltiger zu gestalten und so die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens langfristig zu steigern.

Die DRÄXLMAIER Group beliefert weltweit Premium-Fahrzeughersteller mit komplexen Bordnetzsystemen, zentralen Elektrik- und Elektronikkomponenten, exklusivem Interieur sowie Speichersystemen für die Elektromobilität. Die Kombination der Kernkompetenzen Interieur, Elektrik, Elektronik und Speichersysteme macht DRÄXLMAIER einzigartig in der Branche. Dabei deckt das Unternehmen die gesamte Prozesskette von der ersten Idee über den Entwicklungs- und Produktionsprozess bis hin zur sequenzgenauen Lieferung der Produkte an die Produktionsbänder der Premium-Automobilhersteller ab.

Die DRÄXLMAIER Group als Erfinder des kundenspezifischen Kabelbaums entwickelt heute zukunftsweisende Bordnetztechnologien sowie Elektrik- und Elektronikkomponenten. Hierzu zählen unter anderem Mehrspannungs- und Hochvoltbordnetze, Batteriemanagementsysteme und intelligente Stromverteiler.

An der Zukunft emissionsfreier Mobilität arbeitet DRÄXLMAIER mit seinen Lösungen für Nieder- und Hochvolt-Speichersysteme. Als Marktführer für Interieur-Systeme von Premiumfahrzeugen beliefert die DRÄXLMAIER Group zudem Premium-Automobilhersteller mit Ambientebeleuchtung, Mittelkonsolen, Türverkleidungen und Instrumententafeln sowie kompletten Tür- und Cockpit-Modulen.

Im Rahmen seiner Beschaffungsstrategie setzt DRÄXLMAIER auf ein internationales Netzwerk qualifizierter Zulieferer. Zwei Drittel der Zulieferer stammen aus dem Wirtschaftsraum Europa-Arabien-Afrika, ein Drittel aus Asien und den NAFTA-Ländern Kanada, Mexiko und USA.

Unternehmensgrundsätze und Verträge
Die Vereinten Nationen haben im Jahr 2015 die Ziele für nachhaltige Entwicklung verabschiedet, um Armut zu bekämpfen, den Planeten zu schützen und Wohlstand zu schaffen. Abgeleitet aus der Agenda der Vereinten Nationen formulierte DRÄXLMAIER 2017 seine Nachhaltigkeitsstrategie mit den drei strategischen Zielen Resource Efficiency and Carbon Management, Sustainable Supply Chains und Responsible Partnership. Im Sinne des Ziels Responsible Partnership basiert die Arbeit im Unternehmen auf der internen und global gültigen Sozialpolitik. In der Sozialpolitik bekennt sich DRÄXLMAIER unter anderem zur freien Wahl der Beschäftigung und lehnt jede Form von Menschenhandel, Zwangs- und Pflicht- und Kinderarbeit ab. Die Sozialpolitik wurde zudem als Video verfilmt und in alle Unternehmenssprachen übersetzt. Das Schulungsvideo ist in den internen Medien des Unternehmens im Einsatz. Die Einhaltung der Sozialpolitik wird durch die interne Revision überprüft.

Faires, respektvolles und verantwortungsbewusstes Führen von Mitarbeitern ist zudem ein verschiedenen anderen Policies festgehalten. Tatsächliche und potentielle Verstöße gegen interne Standards und Gesetze sowie sonstige Beschwerden können im Rahmen des Beschwerde-Managements an die zuständigen Stellen gemeldet werden. Die Grundlage dafür bildet die Complaint Management Policy.

Abgeleitet aus dem strategischen Ziel Sustainable Supply Chains verpflichtet die Nachhaltigkeitspolitik für Lieferanten, die Geschäftspartner der DRÄXLMAIER Group unter anderem zur Achtung der Menschenrechte und verbietet Menschenhandel, Kinder- und Zwangsarbeit. Lieferanten müssen diese sozialen Standards nicht nur respektieren und in ihrer eigenen Unternehmenspolitik berücksichtigen, sondern auch sicherstellen, dass sich die die weiteren Akteure der Lieferkette zu ihrer sozialen Verantwortung bekennen. Auch die globalen Einkaufsbedingungen der DRÄXLMAIER Group untersagen den Einsatz unfreiwilliger oder erzwungener Arbeit, wie Kinder-, Sklaven- oder Gefangenenarbeit.

Unternehmerische Sorgfaltspflicht
Die Risikobewertung im Lieferantennetzwerk erfolgt anhand eines definierten Risiko-Analyse-Prozess, der neben einer Lieferantenbewertung auch konkrete Maßnahmenpläne beinhalten kann. Der Prozess mündet in einem Risk-Level für jeden Lieferanten. Daraus resultieren entsprechende Maßnahmen zur Reduzierung und Handhabung des speziellen Lieferantenrisiko. Im Rahmen eines Pilotprojektes wird zudem die Risikobewertung durch zusätzliche Nachhaltigkeitskriterien ergänzt und durchgeführt. Dabei verwendet DRÄXLMAIER die OEM-übergreifend durch CSR Europe standardisierte Nachhaltigkeits-Selbstauskunft. In der Selbstauskunft berichten Lieferanten unter anderem über Verantwortlichkeiten, Richtlinien und Managementsysteme beispielsweise zur Verhinderung von Menschenhandel, Zwangs- und Kinderarbeit im eigenen Unternehmen sowie in der Lieferkette. Im ersten Schritt forderte DRÄXLMAIER die Selbstauskunft von 100 Schlüssellieferanten ein. Diese 100 Schlüssellieferanten decken 80 Prozent des Einkaufsvolumens ab. 

Im Arbeitskreis Nachhaltigkeit in der Lieferkette des Verbands der Automobilindustrie e.V. (VDA) beteiligt sich DRÄXLMAIER zudem an der Entwicklung eines branchenweiten Standards zur Auditierung von Nachhaltigkeit, inklusive der Aspekte Menschenhandel und Zwangs- und Kinderarbeit, in der Lieferkette.

Risikomanagement in der Lieferkette
Auf Basis von Medien- und Literaturrecherche sowie der Analyse von Stakeholder-Interessen, identifiziert DRÄXLMAIER kritische Rohstoffe und Lieferketten. Die Arbeitsbedingungen entlang der Lieferketten sind dabei ein Maßstab für Kritikalität. Als Ergebnis dieser Betrachtung priorisierte DRÄXLMAIER eine erste Lieferkette im Rahmen eines Pilotprojekts. Zunächst wurde dabei im Rahmen eines Supply Chain Mappings Transparenz in der Lieferkette hergestellt, um dann in Kooperation mit einem Kunden sowie internationalen und nationalen Nichtregierungsorganisationen (NGOs) identifizierte Risiken systematisch zu reduzieren. Auf den im Pilotprojekt gewonnen Erfahrungen wird aufgebaut, um im nächsten Schritt in Zusammenarbeit mit weiteren Lieferanten eine zusätzliche Lieferkette zu beleuchten.

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