Nachhaltigkeit in der Lieferkette

Gemeinsam mit unseren Zulieferern und Kunden gestalten wir die Mobilität der Zukunft. Ein fester Bestandteil davon ist die konsequente Weiterentwicklung von Nachhaltigkeit entlang unserer Lieferketten. Unsere internen Standards zur Achtung der Menschenrechte, zum Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutz geben wir in Form unserer Nachhaltigkeitspolitik für Lieferanten an unsere Zulieferer weiter. Wie wir eine Lieferkette bis zur Rohstoffquelle nachhaltiger gestalten, zeigt unser Pilotprojekt zu nachhaltigem Kenaf.

Leicht und nachwachsend

Naturfasern sind wegen ihrer Eigenschaften für die Automobilindustrie besonders interessant – speziell die Jutepflanze Kenaf, aus deren Fasern traditionell Seile oder Teppiche hergestellt werden.
Die DRÄXLMAIER Group liefert für den BMW i3 die Innenverkleidung der Türen und die Instrumententafel. Bei diesen Produkten wird Kenaf erstmals sichtbar und fühlbar im Fahrzeuginnenraum verbaut.

Kenaffeld

 

Woher kommt das Kenaf?

Über 35 Grad und 95 Prozent Luftfeuchtigkeit – Bangladesch bietet das optimale Klima für die Kultivierung der Kenafpflanze. Um einen nachhaltigen Anbau von Kenaf zu gewährleisten, haben die DRÄXLMAIER Group und die BMW Group in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) ein Entwicklungsprojekt in Bangladesch gestartet.

Pilotprojekt aufgesetzt

Die Lieferkette des Kenafs zu analysieren stellte anfänglich die größte Herausforderung dar. So galt es zunächst, die traditionellen Handelsstrukturen in Bangladesch zu verstehen, sagt Andreas Brede, Berater bei der GIZ. Für das Entwicklungsprojekt identifizierte die GIZ daraufhin Verbesserungspotenzial für die Nachhaltigkeit in den Lieferbeziehungen. Der Fokus wurde im Projekt zudem auf die Schulung der Kenaf-Bauern sowie der Akteure in der lokalen Lieferkette gelegt.

Schulung in Bangladesch

Schulung für besseren Ertrag

Seit 2015 wurden im Rahmen des Projektes knapp 1.000 Kleinbauern in drei Regionen in Bangladesch geschult. Die Teilnehmer lernten, wie sie größere Mengen an qualitativ hochwertigem Kenaf produzieren können und damit mehr Ertrag und mehr Gewinn erzielen. Dazu gehört auch der Umgang mit Saatgut, der Pflanzenschutz oder die Trocknung und Lagerung der Faser. Das gesamte Programm ist angelehnt an den Sustainable Agriculture Network (SAN)-Standard der Rainforest Alliance.

Transparente Lieferkette

Um eine nachhaltigere Lieferkette zu etablieren, zählen auch Transparenz und Rückverfolgbarkeit der Lieferbeziehungen zu den Schulungsinhalten. So wurden in Bangladesch Workshops mit  Händlern organisiert, in denen zum Beispiel die Kennzeichnung der Ware geschult wurde.
So legt DRÄXLMAIER die Grundlage dafür, dass auch Kenaf-Fasern von geschulten Projektfarmen für die Interieurprodukte des i3 verwendet werden können.

Erfolg nach der ersten Ernte

Das maßgeschneiderte Projekt hat bereits nach der ersten Ernte deutliche Erfolge für die Erzeuger gebracht: Die Kleinbauern konnten ihre Erträge steigern und die Qualität der angebauten Fasern deutlich verbessern. Somit ist das Projekt ein gutes Beispiel dafür, wie Nachhaltigkeit systematisch in einer Lieferkette verankert werden kann.

 

zurück

DRÄXLMAIER verwendet Cookies, um diese Website Ihren Bedürfnissen anzupassen. Zu den Cookie-Nutzungsbestimmungen