Saubere Luft und saubere Meere

27. März 2019 – Bei Jugend forscht Bayern sind zahlreiche innovative Konzepte für eine nachhaltigere Zukunft zu sehen.

Nur noch wenige Tage, bis in Vilsbiburg wieder die jungen Forscher im Mittelpunkt stehen. Bayerns beste Nachwuchswissenschaftler stellen sich vom 1. bis 3. April in der Ballsporthalle der Fachjury aus Lehrern, Wissenschaftlern und Praktikern. Im großen Landesfinale von Jugend forscht Bayern 2019 zeigen die Jugendlichen, wie sie mit ihren Projekte für eine nachhaltige und smarte Zukunft die Welt retten wollen.

Kampf dem Plastikmüll!
Der Plastikmüll steht im Mittelpunkt von gleich drei Jugend forscht-Projekten: Während zwei Schüler aus Nürnberg erforschen, welche Biokunststoffe eine echte ökologische Alternative zu Plastik sind und damit den mit Plastikmüll belasteten Meeren hilft, entwickelt ein Schüler aus dem Landkreis Bayreuth aus Baumwolle seinen eigenen Biokunststoff. Ein drittes Projekt widmet sich der Frage, ob sich die Große Wachsmotte tatsächlich von Kunststoff ernähren und diesen somit biologisch abbauen kann.

Jungforscher arbeiten an Luftreinhaltung
Das vielfach diskutierte Thema Luftreinheit beschäftigt die Nachwuchsforscher ebenfalls. Wie man möglichst präzise die Sauberkeit von Luft ermittelt, klärt das Projekt von Lukas Engel aus dem Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm. Wie man die Luft wieder sauber bekommt, erforscht das Projekt von Sebastian Jenuwein aus dem Landkreis Günzburg. Die unerwartete Antwort: mithilfe von Moos, dessen Eigenschaft als effizienter Kationenaustauscher hierbei der Schlüssel ist.

Ein weiteres Projekt aus dem Raum Aschaffenburg hat eine Substanz erforscht, die dabei helfen könnte, die Folgen schwerer Ölverschmutzungen zu mildern: Papierleimungsmittel zeigt den Jungforschern zufolge beeindruckende Eigenschaften als Superabsorber von Öl.
Eine Übersicht aller Projekte ist auf https://www.jugend-forscht-bayern.de/projekte-teilnehmer/ zusammengestellt.

Heimspiel für acht Projekte
Für acht der Finalisten-Projekte wird es ein Heimspiel: Die jungen Forscher, die an diesen Projekten arbeiten, stammen aus Niederbayern. Zu ihnen zählen auch Michael Bauer, Daniel Kosyra und Raphael Bauer. Die Schüler des Gymnasium Vilshofen widmeten sich in ihrem Projekt einem Smart Room Management System, das für ein besseres Raumklima in Klassenzimmern sorgen soll. Auch die Mobilität ist ein Thema beim diesjährigen Wettbewerb: Die 17-jährige Sabine Ispas-Ungermann vom Karl-von-Closen-Gymnasium in Eggenfelden hat versucht, aus Altpapier einen umweltfreundlichen Kraftstoff herzustellen und es mit diesem Projekt ins Finale des Landeswettbewerbs geschafft. 

Teilnehmer präsentieren ihre Projekte in Vilsbiburg
Diese und viele weitere spannende Projekte zeigen die Finalisten von Jugend forscht Bayern am Montag, 1. April, von 11 bis 17 Uhr und am Dienstag, 2. April, von 9 bis 11:30 Uhr in der Ballsporthalle Vilsbiburg (Urbanstraße 2, 84137 Vilsbiburg). Der Eintritt ist frei!

Die Landessieger werden im Beisein geladener Gäste aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft am darauffolgenden Mittwoch bei der feierlichen Siegerehrung gekürt. Die drei besten Teilnehmer jedes Fachgebiets erhalten eine Prämie, die Landessieger qualifizieren sich für das Bundesfinale, das Ende Mai in Chemnitz stattfindet. Vielen Teilnehmern ist der Austausch mit gleichgesinnten ebenso wichtig wie ein möglicher Sieg. Seit Jahrzehnten gilt Jugend forscht als Sprungbrett für eine Karriere in den MINT-Fächern.

Teilen

DRÄXLMAIER verwendet Cookies, um diese Website Ihren Bedürfnissen anzupassen. Zu den Cookie-Nutzungsbestimmungen