Eine von zehn

06. August 2019 – Salha Jellib gehörte vor 45 Jahren zu den ersten zehn Mitarbeitern von DRÄXLMAIER außerhalb Deutschlands.

1974 war Salha Jellib auf Jobsuche. Die junge Frau meldete sich bei den Behörden arbeitssuchend und wurde zu einem Auswahlverfahren eingeladen. Die DRÄXLMAIER Group – damals noch ein überschaubarer Betrieb mit rund 130 Mitarbeitern – wollte ganz in der Nähe ihres damaligen Zuhauses ihren ersten Auslandsstandort überhaupt eröffnen und suchte hierfür kompetente Arbeitskräfte. Salha fügte einige Stecker und Kabel erfolgreich zusammen, bestand so den Einstellungstest und erhielt als eine von zehn Mitarbeiterinnen einen unbefristeten Vertrag bei DRÄXLMAIER.

Zu zehnt in der Fertigung
Die junge Frau mit der Personalnummer zehn arbeitete ab diesem Zeitpunkt in Ksibet Sousse, einer tunesischen Kleinstadt, in der Fritz und Lisa Dräxlmaier eine Halle angemietet hatten. Salha war in der Bordnetzproduktion tätig, wo sie und ihre Kolleginnen Kabelsätze für den Kunden BMW fertigten, verpackten und anschließend für den Transport zum Kunden in LKWs verluden. „Wir waren anfangs nur zu zehnt und ausschließlich Frauen. Es gab viel zu tun und wir begannen oft früher und arbeiteten länger, aber wir hatten eine tolle Zeit. Wir aßen gemeinsam zu Mittag und die Atmosphäre damals war einfach schön“, berichtet Salha heute über ihre Anfänge bei DRÄXLMAIER.

Vom Mitarbeiter zum Supervisor
Die junge Frau lernte rasch dazu und durfte so bald auch die bis dato einzige Maschine in der Fertigung bedienen. Fritz und Lisa Dräxlmaier senior bauten die Produktion in Tunesien aus und stellten mehr Mitarbeiter ein. Salha erwies sich in den folgenden Jahren als wertvolle Mitarbeiterin, eignete sich im Laufe der Zeit weitere Fähigkeiten an und wurde zur ersten weiblichen Supervisorin befördert. „Als Teamleiterin konnte ich mein Wissen an meine Kollegen weitergeben, das hat mir große Freude gemacht“, erklärt Salha. 1983 war sie die einzige Frau, die den damaligen tunesischen Standortleiter nach Deutschland zu einer Ehrung begleiten durfte. Eine große Ehre für die Tunesierin, die nach wie vor einige Worte Deutsch spricht.

Umzug nach Sousse
Die Zahl der Mitarbeiter stieg stetig an, Anfang der 1990er Jahre arbeiteten rund 80 Menschen in dem Werk in Ksibet Sousse. Seit 1991 werden in Tunesien nicht nur Bordnetze, sondern auch Interieur-Produkte gefertigt. Der zweite Standort wurde im benachbarten Zaouiet Sousse errichtet und wird nach wie vor – unter der Bezeichnung UATS – für die Interieurproduktion genutzt. Salha blieb jedoch der Bordnetzfertigung treu. Als sich 1991 abzeichnete, dass die Fertigung in Ksibet Sousse zu klein werden würde, wurde ein neuer Standort, diesmal direkt in der Hafenstadt Sousse, gebaut. 16 Jahre lang arbeitete Salha in der neu errichteten Fertigung, die in Tunesien unter dem Namen METS (Manufacture Electro-Technique de Sousse) bekannt ist.

45-jähriges Standortjubiläum
2007 verabschiedete sich Salha nach 33 Jahren bei DRÄXLMAIER in den Ruhestand. Das Geschick für den Umgang mit Kabeln liegt aber offenbar in der Familie: Ihre Nichte arbeitet nun in der Fertigung in METS. Und Salha selbst lebt nach wie vor ganz in der Nähe des ersten Auslandsstandortes von DRÄXLMAIER, der in diesem Jahr 45-jähriges Jubiläum feiert.

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