Earth day

Peter Thoma Head of Economics & Politics

Wenn es um Nachhaltigkeit geht, kommt Peter Thoma als Erstes sein Wald, den er mit seinem Vater in der Freizeit bewirtschaftet, in den Sinn. Denn: Gesunde Bäume binden viel CO2. Hier erzählt er, wie er sich für die Erhaltung der Wälder einsetzt:

Wie engagierst du dich für mehr Nachhaltigkeit?

Mein Vater und ich bewirtschaften einen Wald in der Nähe von Augsburg im Naturpark Westliche Wälder. Ein lebendiger und funktionsfähiger Wald bindet CO2, ist aber immer stärker dem Klimawandel unterworfen. Diesen Effekt haben wir schon früh festgestellt, denn die Bäume haben aufgrund geringer werdender Niederschläge zu wenig Wasser und können sich an diese veränderten Bedingungen gar nicht oder nicht schnell genug anpassen. Auch Schädlinge wie der Borkenkäfer haben es leichter, wenn Bäume bereits geschwächt sind.

Daher haben wir uns damit auseinandergesetzt, wie wir die Funktionsfähigkeit des Waldes so gut wie möglich aufrechterhalten oder sogar noch ausbauen können. Wir starteten Pflanzaktionen mit Baumarten, die weniger Wasser brauchen, tiefer wurzeln und resistenter gegen Schädlinge sind. Die Schwarzkiefer zum Beispiel eignet sich gut in unseren Breitengraden und kann zum Beispiel die übliche Fichte ersetzen. So wird der Wald nach und nach gesünder. Man braucht Geduld, denn die Ergebnisse der neuen Mischkultur sehen wir jetzt nach rund 25 Jahren. Der Wald denkt nicht in Jahren, sondern in Generationen.

Hast du praktische Tipps und Tricks für mehr Nachhaltigkeit im Alltag?

Für den Wald kann man sich nicht nur lokal engagieren, auch finanzielle Unterstützung hilft weiter, zum Beispiel bei Aufforstungsprojekten internationaler Organisationen, wo man Bäume stiften kann. Da gibt es unzählige Möglichkeiten, wo ich auch gerne investiere.

Ein Leitsatz ist außerdem: Holz ist oft eine nachhaltige Altnative zu Kunststoff, zum Beispiel bei Spielzeug, weil es aus nachwachsenden Rohstoffen besteht und recyclebar ist. Wichtig hierbei ist, dass das Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt oder sogar aus recyceltem Material besteht – das Siegel des Forest Stewardship Council (FSC) ist hierfür ein guter Anhaltspunkt.